Personalie Anja Apostel, stellv. Museumsleiterin

In Kassel gingen die Brüder Grimm zur Schule und legten ab 1805 die Grundlagen ihres wissenschaftlichen Werkes. 1897 und 1942 wurden in Kassel Grimm-Gesellschaften gegründet. Die Landesbibliothek baute eine große Grimm-Sammlung auf. An diese Tradition knüpfte man 1959 mit der Gründung des Brüder Grimm-Museums an. Es soll zu einer touristisch orientierten "Grimm-Welt" ausgebaut werden. Seit 2012 besteht an der Universität Kassel eine Professur zur Grimm-Forschung.

Personalie Anja Apostel, stellv. Museumsleiterin

Beitragvon Bonoboche » Sonntag, 25. Juni 2006, 12:55

In der Kasseler Lokalpresse wird in den letzten Tagen nicht nur um Museumsleiter Dr. Lauer debattiert, sondern auch um seine Stellvertreterin Anja Apostel. Die 42jährige Volkswirtin, stellvertretende Kasseler CDU-Vorsitzende und frühere Referentin des Ex-Bürgermeisters Georg Lewandowski war nach der für diesen verlorengegangenen Bürgermeister-Wahl als stellvertretende Museumsleiterin des Grimm-Museums eingesetzt worden. Kritische Fragen aus der Kasseler Öffentlichkeit wurden Ende 2005 noch souverän abgebügelt (Kulturbürgermeister T. E. Junge im Gespräch mit der HNA, 12.12. 2005):
"Nicht aufs Auge gedrückt."
Junge: ... Ich habe Herrn Dr. Lauer dringend nahe gelegt, dass er nicht mehr als Geschäftsführer der Grimm-Gesellschaft kandidiert, um das städtische Engagement zum Thema Brüder Grimm nicht in Mitleidenschaft zu ziehen.
Genau das ist aber auch geschehen, als die langjährige Referentin des Oberbürgermeisters Lewandowski, Anja Apostel, zur stellvertretenden Leiterin des Grimm-Museums gemacht wurde. Warum lassen Sie sich so eine Personalie aufs Auge drücken?
Junge: Man hat mir Frau Apostel nicht aufs Auge gedrückt. Die Frage ist, in welchem Bereich setzt man Leute ein. Frau Apostel ist zwar im Grimm-Museum verortet. Etwa die Hälfte ihrer Tätigkeit besteht aber darin, als Koordinatorin die Kommunikation der Stadt Kassel mit dem Land Hessen im Museumsbereich zu organisieren. Wer wäre dazu besser geeignet als die ehemalige Mitarbeiterin eines Oberbürgermeisters?
(zitiert von "Milatos" im HNA-Forum)


Mittlerweile hat Junge die stellvertretende Leiterin des Grimm-Museums zum 1. 7. 2006 wieder dieses Amtes enthoben. Die bestinformierte Nachrichtenquelle zur Kasseler Grimm-Szene, das Anzeigenblatt "Extra-Tip" des Chefredakteurs Klaus Becker, berichtet stilecht:

Bild
(http://194.25.86.242/extratip/FMPro?-DB=et-artikel.fp5&-format=artikelquer.html&artikel.nummer=3677&-script=aktiv&-lay=www&-find)
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Beitragvon Alaska » Sonntag, 13. August 2006, 12:03

Yes, Extra Tip is a great newspaper.
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Apostolische Neuigkeiten

Beitragvon Bonoboche » Samstag, 26. August 2006, 10:24

Grimmig, HNA-Forum, hat geschrieben:
HNA hat geschrieben:Anja Apostel punktet gegen Stadt
Stellvertretende Grimm-Museumsleiterin erreicht vor Gericht: Sie muss vorerst nicht zur GWG


Kassel. Die Stadt Kassel darf die stellvertretende Leiterin des Brüder-Grimm-Museums, Anja Apostel, vorerst nicht zur städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG abordnen. Das hat das Arbeitsgericht Kassel jetzt verfügt. Die Verfügung gilt bis zur Hauptverhandlung im Oktober. Stadtsprecher Hans-Jürgen Schweinsberg bestätigte dies auf Anfrage.

Zu erfahren war, dass das Gericht das Direktionsrecht der Stadt gegenüber ihrer Mitarbeiterin als nicht weitreichend genug ansieht - auch wenn die GWG eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt ist. Das Arbeitsgericht war gestern für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Wie berichtet, sollte Anja Apostel bei der GWG mithelfen, die Innenrevision aufzubauen. Hintergrund der Versetzung ist ein Zerwürfnis der stellvertretenden Kasseler CDU-Chefin Apostel, die auch Vorstandsmitglied der Kasseler Frauenunion ist, mit Kulturdezernent Thomas-Erik Junge (ebenfalls CDU). Nachdem Georg Lewandowski (CDU) die Oberbürgermeisterwahl verloren hatte, war seine Referentin Apostel in Junges Kulturressort gewechselt. Für die Stadt erklärte Sprecher Schweinsberg, dass man der Verfügung selbstverständlich nachkommen werde. Da eine Abordnung Anja Apostels zur GWG ohnehin auf sechs Monate befristet gewesen wäre, prüfe die Stadt, ob sie vor dem Arbeitsgericht weiter auf die Abordnung bestehen wolle.

Die Probleme zwischen Anja Apostel und ihrem Chef sind damit nicht erledigt. Junges Mitarbeiterin hat noch eine Klage gegen die Stadt laufen, eine so genannte Konkurrentenklage: Wie auch immer Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Thomas-Erik Junge die zurzeit vakante Stelle der Kulturamtsleitung besetzen wollen - Anja Apostel fordert vor Gericht den Posten für sich. (tpa)

25.08.2006

http://www.hna.de/kasselstart/00_200608 ... Stadt.html
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Stellv. Museumsleiterin will Amtsleitung erstreiten

Beitragvon Bonoboche » Dienstag, 31. Oktober 2006, 16:28

(Ich übernehme einen von mir in das HNA-Forum eingestellten Beitrag.)

Was Frau Apostel betrifft: HNA berichtete (24. 10. 2006), wieder mit dem Bild einer Dame - war es beim letzten Artikel zum Thema die falsche, so ist es diesmal eine Dame, zu der nicht geschrieben wird, wer es ist, aber es scheint die Wunschkandidatin für die Kulturamtsleitung, Frau Rhiemeier, zu sein.
Davon, was Frau Apostel eigentlich als stellvertretende Leiterin des Grimm-Museums tut, ist weiterhin nichts zu hören oder lesen - von zwei Vorträgen abgesehen, die sie in der Reihe "Mittwochs bei Grimms" hielt. Das Thema Kulturamtsleitung scheint sie weiterhin erfolgreich zu blockieren. Eine beachtliche lokalpolitische Tat, nicht? Wie sie einer stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Ehre macht.
Ulrike Pflüger-Scherb, HNA, hat geschrieben:Trotz wichtiger Projekte und Aufgaben wie die documenta und die Museumslandschaft, das Weltkulturerbe und der Streit in der Grimm-Gesellschaft hat Kassel nach wie vor keine Kulturamtsleitung.
Nach monatelangen Querelen soll die Stelle jetzt erneut ausgeschrieben werden. Rathausintern. Das hat der Magistrat beschlossen. Es werde sicher bis Anfang 2007 dauern, bis es zu einer Entscheidung kommt, sagt Hans-Jürgen Schweinsberg, Sprecher der Stadt. ...
Es ist allerdings fraglich, ob nach einer erneuten internen Ausschreibung die Stelle schnell wieder besetzt werden kann. Denn dem Vernehmen nach wird sich Anja Apostel wiederum darauf bewerben und eine neue Besetzung so weit wie möglich juristisch blockieren - sollte die Wahl nicht auf sie fallen. Apostel will sich zu dieser Thematik gegenüber der HNA nicht äußern.
Und auch Eva Kühne-Hörmann, die Vorsitzende der Kasseler CDU, will zu dem Zwist zwischen Junge und Apostel nichts sagen. ...
Wenn sie das Verfahren jetzt auch akzeptiere, so sei sie nicht begeistert, dass die Ausschreibung nur intern erfolge, sagt Kühne-Hörmann. Da lasse sie auch nicht das Argument gelten, dass sich von außen ohnehin keiner mehr bewerbe, weil mit einer Konkurrentenklage zu rechnen sei. "Das können sie auch mit keiner internen Ausschreibung verhindern."

http://www.hna.de/kasselstart/00_200610 ... pitze.html
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