Anfrage zu Kasseler Handexemplaren im hessischen Landtag

In Kassel gingen die Brüder Grimm zur Schule und legten ab 1805 die Grundlagen ihres wissenschaftlichen Werkes. 1897 und 1942 wurden in Kassel Grimm-Gesellschaften gegründet. Die Landesbibliothek baute eine große Grimm-Sammlung auf. An diese Tradition knüpfte man 1959 mit der Gründung des Brüder Grimm-Museums an. Es soll zu einer touristisch orientierten "Grimm-Welt" ausgebaut werden. Seit 2012 besteht an der Universität Kassel eine Professur zur Grimm-Forschung.

Anfrage zu Kasseler Handexemplaren im hessischen Landtag

Beitragvon Berthold Friemel » Dienstag, 9. Januar 2007, 16:41

Der Hanauer Landtagsabgeordete Aloys Lenz (CDU) richtete eine Anfrage an die hessische Landesregierung mit der Bitte um Klarstellung der Eigentums- und Besitzrechte an den Kasseler Handexemplaren der Grimmschen Märchen. Lenz veröffentlichte auf seiner Website folgende Pressemitteilung:

Website von Aloys Lenz hat geschrieben:Eigentumsrechte an „Kinder- und Hausmärchen“ umstritten

Aloys Lenz will Klarheit über Handexemplare der Grimms


Den Streit um die Eigentumsrechte an den „Ur-Exemplaren“ der Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen zwischen der Brüder-Grimm-Gesellschaft e.V. in Kassel und der dortigen Universitätsbibliothek hat der Hanauer Landtagsabgeordnete Aloys Lenz (CDU) zum Anlass genommen, eine Parlamentarische Anfrage an die Hessische Landesregierung zu richten. Lenz bezieht sich dabei auf entsprechende Meldungen regionaler Zeitungen.
Dort wurde von dem Geschäftsführer der Brüder-Grimm-Gesellschaft in Kassel der nicht nachvollziehbare Eigentumsanspruch auf die Handexemplare erhoben. Die Universitätsbibliothek Kassel, Nachfolgerin der Hessischen Landesbibliothek, ist bisher als unumstrittene Eigentümerin aufgetreten. Da sie eine Landeseinrichtung ist, so erklärte Lenz, habe die Öffentlichkeit ein Anspruch darauf zu wissen, ob die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen der Allgemeinheit oder einem Verein gehören. Immerhin seien die insgesamt neun Bände mit Anmerkungen und Korrekturen der Brüder Grimm von der UNESCO in das Welt-Dokumentenerbe aufgenommen worden. Der Abgeordnete betrachtete es als wenig konstruktiv, wenn sich zwei Institutionen, die sich mit dem Leben und Werk der großen Söhne Hanaus und Hessens befassen, öffentlich um Eigentumsansprüche streiten.

Lenz möchte deshalb mit seiner Anfrage von der Hessischen Landesregierung Auskunft über die tatsächlichen Besitz- und Eigentumsverhältnisse an den unschätzbar wertvollen Büchern der Brüder Grimm.

http://www.aloys-lenz.de/pr_aktuell/new ... 050107.htm
Berthold Friemel
 
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