Stellv. Museumsleiterin Apostel: neue Klage / Vortragsverbot

In Kassel gingen die Brüder Grimm zur Schule und legten ab 1805 die Grundlagen ihres wissenschaftlichen Werkes. 1897 und 1942 wurden in Kassel Grimm-Gesellschaften gegründet. Die Landesbibliothek baute eine große Grimm-Sammlung auf. An diese Tradition knüpfte man 1959 mit der Gründung des Brüder Grimm-Museums an. Es soll zu einer touristisch orientierten "Grimm-Welt" ausgebaut werden. Seit 2012 besteht an der Universität Kassel eine Professur zur Grimm-Forschung.

Stellv. Museumsleiterin Apostel: neue Klage / Vortragsverbot

Beitragvon Bonoboche » Samstag, 27. Januar 2007, 11:21

Die "Hessisch-Niedersächsische Allgemeine" berichtet, daß die Besetzung der Kasseler Kulturamtsleitung weiterhin durch eine Konkurrentenklage der stellvertretenden Leiterin des Brüder Grimm-Museums, Anja Apostel, verzögert werde. Zudem gebe es ernste dienstrechtliche Probleme mit der stellvertretenden Museumsleiterin, die zum Verbot eines Vortrags geführt hätten:
"Hessisch-Niedersächsische Allgemeine" hat geschrieben:Im Rathaus heißt es, dass Apostel immer mehr zum Problemfall werde. Sie tanze ihren Vorgesetzten, Junge und Museumsleiter Dr. Bernhard Lauer, auf der Nase herum.

Schweinsberg bestätigt, dass es "Beanstandungen am dienstlichen Verhalten" Apostels gebe. Daher habe die Personalverwaltung Apostel um eine Stellungnahme gebeten, die personalrechtlich geprüft wird.

Ein Vortrag mit dem Titel "Wie Dornröschen ihre Unschuld gewann - ein phantastischer literarischer Streifzug von 1001 Nacht über das 14. Jahrhundert bis heute", der vergangene Woche stattfinden sollte, hat zu dem jüngsten Eklat geführt.

Nach Informationen der HNA hat Lauer seiner Stellvertreterin Apostel untersagt, diesen Vortrag in der Reihe "Mittwochs bei Grimms" zu halten. Doch an das Verbot hat sich die 43-Jährige nicht gehalten. Sie habe im Hauptamt einen Sitzungsraum für das Rathaus gebucht. Als herauskam, dass der Raum für den Vortrag genutzt werden solle, hätten Lauer und Junge den Vortrag erneut verboten. Doch auch das konnte Apostel nicht aufhalten. Deshalb wurde vom Hausrecht Gebrauch gemacht und der Raum abgeschlossen.

Apostel kam trotzdem mit Gästen ins Rathaus. Ohne Erfolg. Sie wurde des Hauses verwiesen und hielt den Vortag in der benachbarten Lokalität "Europa".

Apostel bestätigt den Vorfall. Sie habe sich über Lauers und Junges Verbot hinweggesetzt, weil ihre keine inhaltlichen Gründe genannt worden seien.

http://www.hna.de/kasselstart/00_200701 ... ieder.html
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HNA: "Stück aus dem Tollhaus"

Beitragvon Bonoboche » Mittwoch, 31. Januar 2007, 11:03

Die HNA Kassel kommentiert aus beamtenrechtlicher Sicht den Fall der stellvertretenden Leiterin des Brüder Grimm-Museums und stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Kassels, Anja Apostel, die auf dem Klageweg seit Monaten die Neubesetzung der Kasseler Kulturamtsleitung verhindert, da sie selbst diese Position anstrebt. In der HNA heißt es u. a.:
HNA, Thomas Siemon, hat geschrieben:Es ist ein Stück aus dem Tollhaus und eine Steilvorlage für alle, die das deutsche Beamtentum generell infrage stellen. Die städtische Mitarbeiterin und stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Anja Apostel blockiert ausgerechnet im documenta-Jahr die Besetzung an der Spitze des Kulturamtes.

Sie hält sich für besser geeignet als Dorothée Rhiemeier, die dafür vorgesehen ist, und will diesen Anspruch mit einer Konkurrentenklage durchsetzen. Gegen den erklärten Willen ihrer Vorgesetzten, Bürgermeister Thomas-Erik Junge (CDU) und Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD). Ein Verhalten, das in der freien Wirtschaft undenkbar wäre.

"Das Beamtenrecht ist eine andere Welt", sagt der Kasseler Fachanwalt Wilfried Mosebach. Der Dienstherr sei bei der Besetzung einer Stelle nicht völlig frei. Er muss sie beamtenrechtlich nach dem Leistungsprinzip besetzen. Selbst bei der Besetzung von Richterstellen komme es zu Konkurrentenklagen.

Doch wo sind die Grenzen? Was kann zum Beispiel ein Kulturdezernent machen, um eine Mitarbeiterin loszuwerden? "Beamte kann man nicht einfach rauswerfen, aber man kann sie versetzen", sagt Wilfried Mosebach.

Genau das hat Junge im Fall von Anja Apostel versucht. Gegen die Versetzung zum städtischen Wohnungsbauunternehmen GWG hat sie allerdings erfolgreich geklagt. "Es darf nicht nach einer Strafversetzung aussehen", sagt Wilfried Mosebach. "Hochloben" funktioniere besser. Heißt das im Klartext, dass man eine unliebsame Mitarbeiterin im öffentlichen Dienst nur dann loswird, wenn man sie in einen anderen Bereich der Verwaltung befördert? "In der Praxis ist das so, und das ist ein Teil der Kritik am Beamtensystem", sagt Wilfried Mosebach.

http://www.hna.de/kasselstart/00_200701 ... rgern.html
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Stellv. Museumsleiterin blockiert weiter Kulturamtsleitung

Beitragvon Bonoboche » Freitag, 16. März 2007, 16:47

Durch ihre Konkurrentenklage und durch Bemühungen um eine einstweilige Verfügung verhindert Dipl.-Volkswirtin Anja Apostel, ehemalige Referentin des Kasseler Oberbürgermeisters Lewandowski und derzeitig stellvertretende Leiterin des Brüder Grimm-Museums Kassel, weiterhin die Neubesetzung der seit ungefähr einem Jahr offenen Stelle des Leiters bzw. der Leiterin des Kulturamts Kassel. Im vorigen Jahr hatte Apostel bereits dazu beigetragen, daß die Stelle innerhalb einer offenen Ausschreibung nicht besetzt werden konnte, derzeit tritt wegen der Klage Apostels die designierte Anwärterin, bisher im Standesamt Kassel tätig, die Stelle nicht an. Zwar hat Apostel eine erste gerichtliche Niederlage einsterken müssen, weitere juristische Schritte sind anhängig. Die Kasseler HNA informiert Szene für Szene über dieses Possenspiel; Informationen darüber, was die Ex-Referentin in ihrer Funktion als stellvertretende Grimm-Museumsleiterin eigentlich tut, sind jedoch bisher nicht an die Öffentlichkeit gelangt (abgesehen von einigen wenigen Vorträgen in der Veranstaltungsreihe "Mittwochs bei Grimms", deren letzter allerdings von Museumsleiter Lauer und Kulturdezernent Junge untersagt wurde, so daß Anja Apostel und ihr Publikum in ein nahegelegenes Restaurant ausweichen mußten).
Hier die neuesten "Breaking news" der HNA zur Personalie Anja Apostel:
Grimmig hat geschrieben:Gääääähn.
HNA hat geschrieben:Niederlage für Anja Apostel
Streit um Amtsleitung: Arbeitsgericht lehnt Antrag ab - Berufung eingelegt
Bemüht die Gerichte: Anja Apostel.

Von Peter Ketteritzsch

Kassel. Im Streit um die Leitung des städtischen Kulturamtes hat Anja Apostel eine juristische Niederlage erlitten. Das Arbeitsgericht Kassel hat den Antrag der 43-Jährigen abgelehnt, eine einstweilige Verfügung gegen die Besetzung der Stelle mit Dorothee Rhiemeier zu erlassen. Das erklärte Rechtspfleger Jörg Höhre gestern auf HNA-Anfrage.

Gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts hat Apostel, die zurzeit stellvertretende Leiterin des Brüder-Grimm-Museums ist, Rechtsbeschwerde beim Landesarbeitsgericht eingelegt. Die Entscheidung dort werde erfahrungsgemäß relativ schnell fallen, sagte Höhre. In der eigentlichen Konkurrentenklage steht unterdessen die Entscheidung noch aus. Zwar könnte die Stadt den Amtsleiterposten jetzt besetzen, sie wird dies nach Auskunft von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) aber nicht tun. "Bis zur Entscheidung über die Berufung wird die Stadt die Stelle der Amtsleitung im Kulturamt nicht besetzen", sagte Hilgen gestern gegenüber unserer Zeitung. Sollte das Landesarbeitsgericht bei der Berufung Apostels anders entscheiden als das Arbeitsgericht Kassel, wird die Stadt laut Hilgen die Entscheidung im Hauptsacheverfahren abwarten. Mit einer anders lautenden Entscheidung rechnet man im Rathaus allerdings nicht.

Und wie wird sich die Stadt in dem für sie schlimmsten Fall verhalten - wenn Apostel mit der Konkurrentenklage durchkommt? Dann müsse "die Rechts- und Sachlage neu bewertet werden", sagt OB Hilgen. Und das könne bedeuten, dass das Auswahlverfahren für den Posten des Kulturamtschefs wiederholt werden muss.

15.03.2007

http://www.hna.de/kasselstart/00_200703 ... ostel.html
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Apostel: weise ... zurück, dass ... Niederlage erlitten habe

Beitragvon Bonoboche » Donnerstag, 22. März 2007, 22:19

Die stellvertretende Leiterin des Grimm-Museums und stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Kassel, Anja Apostel, schreibt in einer Pressemitteilung, die von der HNA auszugsweise gedruckt wurde: "Mit Entschiedenheit weise ich zurück, dass ich eine Niederlage in der Auseinandersetzung um die Besetzung des Amtes für Kultur und Denkmalpflege erlitten habe." :D
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(Artikel der HNA, ins HNA-Forum eingestellt von Jeanne d'Arc)
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Sieg: Anja Apostels Zuständigkeit für Museumslandschaft

Beitragvon Bonoboche » Dienstag, 27. März 2007, 20:10

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(HNA-Artikel vom 24. 3., ins HNA-Forum eingestellt von Jeanne d'Arc)
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Kulturamt neu besetzt - wollte Stadt Kassel Apostel kaufen?

Beitragvon Jeanne d'Arc » Dienstag, 26. Juni 2007, 11:33

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(aus der HNA)
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Stellv. Leiterin des Grimm-Museums zum Jahresende gekündigt

Beitragvon Jeanne d'Arc » Mittwoch, 27. Juni 2007, 12:20

HNA v. 27.06.2007

Hier Klagen, dort Freude
Rhiemeier neue Kulturamtschefin - Apostel erwägt weitere rechtliche Schritte



KASSEL. Im Streit um die Leitung des Kulturamtes der Stadt Kassel hat Anja Apostel eine juristische Niederlage erlitten. Die 43-jährige stellvertretende Leiterin des Brüder-Grimm-Museums hatte eine Konkurrentenklage um die Besetzung der Kulturamtsleitung angestrengt (wir berichteten). Das Landesarbeitsgericht Hessen hat jetzt in letzter Instanz entschieden, das Urteil ist rechtskräftig.

Die Urteilsbegründung liegt noch nicht vor und wird in einigen Wochen erwartet. Zuvor hatte Apostel in dieser Sache bereits vor dem Amtsgericht Kassel eine Niederlage erlitten.

Mutter von zwei Kindern

Mehr als ein Jahr war die Kulturamtsleitung vakant - und das zur documenta-Zeit. Damit ist es nun vorbei. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat am Montag die 44-jährige Dorothee Rhiemeier mit sofortiger Wirkung zur Kulturamtschefin bestellt. Rhiemeier, die verheiratet und Mutter von zwei Kindern ist, war lange Jahre Leiterin des Schulverwaltungsamtes. Zuletzt stand sie an der Spitze des Einwohner- und Standesamtes. Rhiemeier war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der OB freut sich über das Ergebnis, denn Rhiemeier war als Favoritin des Magistrates ins Rennen um den Posten gegangen.

Das Arbeitsverhältnis von Anja Apostel, die Diplom-Volkswirtin ist und einen Magisterabschluss in Anglistik und Amerikanistik hat, wurde zum 31. Dezember gekündigt - unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten. Bis zum Jahresende bleibe Apostel stellvertretende Leiterin des Brüder-Grimm-Museums, hieß es. Sie habe drei Abmahnungen erhalten wegen mehrerer Verstöße gegen Dienstpflichten. Auf dieser Grundlage sei ihr gekündigt worden.

Nach Auskunft von Stadt-Pressesprecher Hans-Joachim Schweinsberg waren beziehungsweise sind im Fall Apostel acht Verfahren anhängig. Davon seien drei abgeschlossen, fünf ruhten oder stünden zur gerichtlichen Entscheidung an. Neben dem Konkurrentenverfahren handele es sich um Rechtsstreitigkeiten wegen Abmahnungen und Kündigung.

Apostel, die auch stellvertretende Vorsitzende der Kasseler CDU ist, sagt: "Statt mich erneut mit den Aufgaben Museumslandschaft, Vorträge, Museumspädagogik und Ausstellungen zu betreuen, sind mir diese Aufgaben entzogen und minderwertige Aufgaben übertragen worden." Apostel kündigte gegenüber der HNA an, dass sie wegen fortgesetzter Diskriminierung rechtliche Schritte einleiten werde.

Nachdem Georg Lewandowski (CDU) die Wahl zum Oberbürgermeister verloren hatte, wurde seine einstige Referentin stellvertretende Leiterin des Brüder-Grimm-Museums. Zwischen dem zuständigen Dezernenten und CDU-Parteikollegen Thomas-Erik Junge und Anja Apostel gab es indessen Probleme.

Später sollte Apostel zu dem städtischen Wohnungsunternehmen GWG versetzt werden. Dagegen hatte sie erfolgreich geklagt. Archivfotos: Fischer/nh


http://www.hna.de/kasselstart/00_200706 ... reude.html
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Fristlose Kündigung für Apostel

Beitragvon Jeanne d'Arc » Freitag, 29. Juni 2007, 9:29

Wie die HNA in ihrer heutigen Printausgabe mitteilt, wurde Anja Apostel am Donnerstag die fristlose Kündigung zugestellt. Damit musste - entgegen früherer Absichten einer sechsmonatigen Kündigungsfrist zum Jahresende - die stellv. Museumsleiterin des Brüder-Grimm Museums Kassel ihren Arbeitsplatz mit sofortiger Wirkung räumen. Eine Stellungnahme des Pressesprechers der Stadt Kassel liegt bisher nicht vor.
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Anja Apostel bleibt offenbar stellv. Museumsleiterin des BGM

Beitragvon Jeanne d'Arc » Sonntag, 28. Oktober 2007, 23:25

HNA, 27.10.2007

Stadt unterliegt vor Gericht
Kündigung von Anja Apostel nicht wirksam


kassel. Weder die ordentliche noch die fristlose Kündigung beenden das Arbeitsverhältnis zwischen der Stadt Kassel und der Mitarbeiterin Anja Apostel. Das entschied jetzt das Kasseler Arbeitsgericht.


Wie die Stadt Kassel auf HNA-Anfrage mitteilte, habe sie Berufung vor dem Landesarbeitsgericht eingelegt. Mit einem Verfahren wird im Frühjahr gerechnet. Bis dahin werde sie nicht für die Stadt tätig sein, so Sprecherin Petra Bohnenkamp. Anja Apostel war zuletzt stellvertretende Leiterin des Grimm-Museums. Mit einer Konkurrentenklage um die Leitung des Kulturamtes war die 43-Jährige im Juni in letzter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht gescheitert.
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